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kfd-Diözesanversammlung:Von Satzungsfragen und Menschenwürde

Bei der Diözesanversammlung der kfd Aachen standen sowohl strukturelle Veränderungen im Verband als auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Menschenwürde im Mittelpunkt.
2026-03-21 Diözesanversammlung_Collage
Datum:
27. März 2026

Die Diözesanversammlung der kfd Aachen tagte am 21. März 2026 in Mönchengladbach.

Knapp ein halbes Jahr nach der Wahl lud der neue Diözesanvorstand die Delegierten ins Wilhelm-Kliewer-Haus ein. Die stellvertretenden Vorsitzenden Claudia Kolletzki und Gabriele Vogt sowie die geistliche Leiterin Yasmin Raimundo moderierten die Versammlung. Die Diözesanvorsitzende Regina Schulz konnte nicht persönlich teilnehmen, richtete jedoch ein Grußwort an die Delegierten, das verlesen wurde.

Im ersten Teil des Tages stand vor allem der Wandel im Verband im Fokus:
Der Vorstand berichtete über seine bisherige Tätigkeit, die Neuaufstellung der KAG Müttergenesung im Bistum Aachen wurde vorgestellt, und es gab Neuigkeiten zum Apostelinnenleuchter-Projekt sowie zur Gründung einer AG Queer durch den Diözesanrat. Auch über die Zusammenarbeit mit dem Bundesverband und die politische Positionierung der kfd wurde sich ausgetauscht.

Besonders intensiv beschäftigten sich die Delegierten mit Vorschlägen zu einer Satzungsänderung:
Ziel ist es, die Teilhabe im Verband zu stärken und Vorstände sowie Leitungsteams zu entlasten. Zukünftig sollen alle Gruppen direkt Delegierte in die Diözesanversammlung entsenden können; die bisherige Ebene der Regionalverbände würde damit entfallen. Gleichzeitig soll die Möglichkeit geschaffen werden, alle kfd-Gruppen unter eine neue Gruppensatzung des Diözesanverbands zu stellen, um zukünftig den Aufwand  für weitere Satzungsanpassungen zu reduzieren. Eigene Gruppensatzungen können auf besonderen Wunsch weiterhin vom Diözesanvorstand genehmigt werden, sofern sie mit der neuen Diözesansatzung vereinbar sind. Nach der Klärung einiger letzter Fragen soll die geänderte Satzung im Rahmen einer außerordentlichen Diözesanversammlung Anfang Juni beschlossen werden.

Im zweiten Teil des Tages war Menschenwürde das zentrale Thema:
Ellen Weitz und Monika Schmitz gestalteten den Studienteil zu diesem Thema unter anderem mit Materialien des „Vereins für Demokratie und Menschenwürde“ sowie mit „Ella“, einer von Diakon Ralf Knoblauch geschnitzten Königinfigur aus Holz. Die Delegierten setzten sich mit Fragen auseinander wie: Was verbinden wir mit Menschenwürde? Wodurch wird sie gefährdet? Wie geht es uns, wenn wir uns unserer unverbrüchlichen Würde bewusst werden?

In Gesprächen, kreativen Methoden und Bewegung näherten sich die Frauen* dem Thema. Als sichtbares Zeichen gestalteten sie mit einem speziellen Brennstempel sogenannte „Würde-Tafeln“ aus Holz – ein Symbol für die Würde, die jedem Menschen sozusagen "eingebrannt" ist.

Den Abschluss bildete ein FrauenGottesFest mit Texten, Liedern, Gebeten und Tanz, das noch einmal auf vielfältige Weise das Thema Menschenwürde aufgriff und den intensiven Tag stimmungsvoll abrundete.