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Besuch der Jüdischen Synagoge

Gruppe beim Besuch der Synagoge20 Frauen machten sich am 16.04. von Mönchengladbach aus auf den Weg nach Düsseldorf.

Alle waren gespannt was sie erwartet. Zunächst war es schon befremdlich festzustellen, dass die Synagoge durch Polizeikräfte bewacht wurde. Da wir zeitig da waren, wollten wir ein Gruppenfoto machen, wurden aber durch die Sicherheitskräfte darauf hingewiesen,  dass wir dies nur mit der Zustimmung der Jüdischen Gemeinde machen dürften und darauf achten müssen, dass die Sicherheitsmaßnahmen (Kamera etc.) nicht auf dem Bild zu sehen sind. So wurde dieses Vorhaben auf später verschoben.

Beim Betreten der Synagoge wurden wir freundlich vom dortigen Sicherheitspersonal begrüßt. Da alle Unterlagen schon vorhanden waren,  mussten wir uns keinen weiteren Kontrollen unterziehen.

Unsere Führerin Frau Shoshana Rosen nahm uns freundlich in Empfang und machte uns als erstes auf die Tür zum Aufgang der Frauenplätze aufmerksam. Die Tür stammte noch von der alten Synagoge die 1938 in der Reichsprogromnacht vernichtet wurde.  Sie konnte gerettet werden und hat jetzt ihren Platz in der neuen Synagoge gefunden.

Im Gebetsraum hat Frau Rosen uns viele Informationen zum religiösen Leben der jüdischen Gemeinde erzählt.  Sie hat 7500 Mitglieder darunter 6500 russischer Abstammung.

Wir durften uns frei bewegen und uns alles anschauen und  Fragen stellen, die sie gerne beantwortete. Gemeinsam wurde festgestellt, dass wir die gleichen Wurzeln haben und die Bibelgeschichten die sie uns erzählte auch uns bekannt waren. Ihr war der Respekt vor den anderen Religionen wichtig, denn wie sie es sagte sind die Wege zu Gott unterschiedlich, aber wir alle sind seine Kinder und tragen ein Teil von ihm in uns. 

Wir durften uns eine über 200 Jahre alte Thorarolle nicht nur ansehen, sondern sie auch aufrollen. Sogar den großen Thoraschrein durften wir öffnen und eine Thorarolle entnehmen und uns diese anschauen. Das war sicher der  berührenste  Moment  an diesem Morgen und wurde mit großem Respekt und Ehrfurcht  ausgeführt.

Frau Rosen segnete uns zum Abschied mit dem Aaronitischen Segen den auch wir aus unseren Gottesdiensten kennen. Eine interessante und inhaltsreiche Führung fand so ihren Abschluss.

Ein Gruppenfoto durften wir dann auch noch machen.

Monika Schmitz

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